Praxislerngruppen

Praxislerngruppen (PLG)
im Rahmen des Dualen Lernens

BvBo Illustration

Was ist eine Praxislerngruppe?

Über praktische Arbeiten wieder Freude am Lernen entwickeln –

darum geht es in der Praxislerngruppe.

A = a · b kann eine abstrakte Formel sein, aber wenn ich eine Wand streiche und wissen will, wie viel Farbe ich brauche, wird die Flächenberechnung plötzlich zur praktischen Lebenshilfe.

Koche ich nach Rezept werden Maßeinheiten wie Centiliter oder neue Wörter wie Blanchieren oder Vinaigrette im praktischen Zusammenhang erfahrbar und prägen sich ein. Ganz nebenbei lerne ich mich später selbst zu versorgen, achtsam mit Lebensmitteln umzugehen und mich gesund zu ernähren.

Genau diese Lernmotivation machen sich die Praxislerngruppen an der
Willy-Brandt-Schule und Ernst-Schering-Schule zu Nutze.

Jedes Schuljahr werden ausgewählte Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse in eine Praxislerngruppe aufgenommen. PLG findet, je nach Schulkonzept, an bis zu 3 Wochentagen statt.  In enger Zusammenarbeit mit den Fachlehrer*innen aus Mathematik, Naturwissenschaften und Deutsch erarbeiten die Schülerinnen und Schüler  Qualifizierungsbausteine und erhalten die Möglichkeit sich intensiv auf die Berufsbildungsreife vorzubereiten. Sollte die Berufsbildungsreife in Klasse 9 nicht erreicht werden, besteht die Möglichkeit die PLG auch in der 10. Klasse zu besuchen.

Was sind die Vorteile einer Praxislerngruppe?

  • Arbeit in einer kleinen Gruppe.
  • intensive Betreuung und Beratung durch Sozialpädagog*innen und Ausbilder*innen von Zukunftsbau und den zuständigen Fachlehrer*innen der Schule.
  • Besseres Verstehen des Schulstoffes durch praktisches Ausprobieren.
  • Sammeln erster beruflicher Kenntnisse und Erfahrungen durch handwerkliches Arbeiten.
  • Erwerb von handwerklichen Zertifikaten, die für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz eingesetzt werden können.
  • Hilfe bei der Berufsorientierung und Vermittlung in Praktika, Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich alle interessierten Schülerinnen und Schüler, die die 8. Klasse mit der Prognose abschließen, voraussichtlich keinen Schulabschluss zu erreichen. Interesse an handwerklichen Tätigkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewerbung. Es können nur Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die nicht zu viele unentschuldigte Fehlzeiten haben.

Die Praxislerngruppen als Sonderform des Dualen Lernens werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

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